Wenn das Herz rast, begibt es sich in Brandgefahr! Wut,Zorn, entbrannt sein!

3–5 Minuten

​Die Kraft der bedachten Worte

​Eine Betrachtung zu Sprüche 29,20: „Siehst du einen, der schnell ist zu reden, da ist für einen Toren mehr Hoffnung als für ihn.“​

Die Semantik:,, Mehr als nur Schweigen​ in der Tiefe des hebräischen Urtextes offenbart dieser Vers eine psychologische und spirituelle Wahrheit, die weit über ein bloßes „Halt den Mund“ hinausgeht. Das „Schnell-Sein“ beschreibt hier einen Zustand der inneren Unruhe und Getriebenheit, das Herz erspürt Druck und rast. Man ist verletzt wegen Dingen, die für die eigene Sichtweise in der Selbstgerechtigkeit keinen Halt mehr geben können, für Dinge die man Gemeinsam vor Gott nur lösen muss und kann. Das Herz rast unaufhaltsam los und möchte nur noch seine Sichtweise mit Biegen und Brechen verteidigen!​Es ist das Bild eines Menschen, dessen Worte seinem Verstand und vor allem seinem Herzen vorausreilen. Das Herz ist der Antrieb des Ganzen, worin sich alle Verletzungen oder Motive festsetzen, die dann nach außen sichtbar werden! Denn aus dem Herzen gehen alle Entscheidungen hervor; aus dem Herzen wirkt eine Person, deren Zunge nach außen wie Brandpfeile schießt. Diese haben die Absicht, einfach die eigene Sichtweise zu verteidigen. Solche Personen sind bereit, alles dafür zu tun, um die eigenen Werte und die Selbstgerechtigkeit der eigenen Sichtweisen zu bewahren. Auch wenn sie falsch liegen, geben diese Menschen das nicht zu. Dort verweilt jeder Mensch in seiner eigenen Selbstgerechtigkeit. Ein solcher Geisteszustand ist brandgefährlich – das Herz des Senders und das des Empfängers brennen voller Emotionen!​Das Wort für Tor („Kessil“) meint im biblischen Kontext nicht jemanden mit geringem Intellekt, sondern jemanden, der moralisch träge und unempfänglich für die Wahrheit ist. Unempfänglich für die Wahrheit bedeutet, eigene Fehler im Verhalten nicht anzunehmen. Dabei könnte bei einem solchen Nachgeben eine immense Heilung für das Herz der Einsicht stattfinden! Wenn nun für einen solchen Toren mehr Hoffnung besteht als für den vorschnellen Redner, zeigt das die extreme Gefahr der Selbstgerechtigkeit. Wer sofort redet, signalisiert: „Ich weiß schon alles, ich muss nicht mehr zuhören.“ Denn er hat seine eigene Wahrheit verwurzelt, und das Herz, das ein solches Verhalten bewirkt, wird versteinern und wirkt dann bezüglich der Einsicht, die man bei einem Fehlverhalten wie als solches aufzeigt, wie Granit!​Wie dieser Vers auf das Herz wirkt​Wenn wir diesen Vers tief in unser Herz einlassen, entfaltet er eine heilsame, wenn auch schmerzhafte Wirkung. Er deckt die Motive auf, warum wir so oft zu schnell sprechen: Es ist die Angst, nicht gehört zu werden, der Drang, Recht zu behalten, oder der Versuch, innere Unsicherheit durch eine Fassade aus Worten zu kaschieren.​Merke: Das Herz, das ständig sendet, kann nicht empfangen.​Dieser Bibelspruch lädt das Herz zu einer tiefen Entlastung ein. Er nimmt uns den Druck, zu allem sofort eine Meinung haben zu müssen. Wenn wir lernen, den Impuls des schnellen Antwortens zu bremsen, entsteht im Herzen ein Raum der Stille.​Gott der Herr ist unser Anker, unser Raum, an dem wir Ruhe für unsere Seelen haben können, wenn wir denn bald nachgeben und uns in Gottes Hand begeben. In diesem Raum wohnt die Demut: Gott erhöht den Demütigen, aber dem Hochmütigen widersteht er. Das Herz beruhigt sich, weil es begreift, dass der Wert eines Menschen nicht an der Schnelligkeit seiner Argumente gemessen wird.​Vom Reden zum Heilen​Die Wirkung auf unsere Beziehungen ist fundamental, wenn unsere Absicht darin besteht, das Fundament in Christus zu festigen, Gott wohlgefällig in seinem Geist zu sein und uns von ihm führen zu lassen. Denn Emotionen sind das Übel eines Herzens, das seine Werte mit Biegen und Brechen verteidigt und die Sichtweise der Wahrheit verblendet!​Vorschnelle Worte verletzen oft, weil sie ungefiltert dem Ego entspringen. Ein bedachtes Herz hingegen, das sich nicht an seinen Verstand klammert, sondern sich im Geiste an Gott klammert, wiegt Worte ab, bevor sie die Lippen verlassen, damit sie Heilung schenken und zur Erbauung dienen. Sie werden von Werkzeugen der Selbstbedienen in Harren von eigenen Wertigkeiten zu Werkzeugen der Heilung und des Trostes, die im ersten Ansatz immer nur vor Gott gelöst werden müssen und sollten. Der Vers führt uns in die Sanftmut und öffnet das Ohr für Gott und den Nächsten. Amen

Gebet:,, Herr Jesus Christus, danke dass Du mir Einsicht in Deiner Erkenntnis schenkst, auf dass ich lerne meine eigene Selbstgerechtigkeit vor Dir HERR Jesus aufzugeben, damit ich Deine Bestimmungen für mein Herz Deiner Wahrheit in Liebe zum Nächsten zur Erbauung wahrnehme, auf das Du darin verherrlicht wirst in allem, zur Deiner Ehre Deinem wundervollen Namen Herr Jesus Christus.

Amen

Gott segne uns in dieser Einsicht im Namen Jesus Christus .Amen. Jesus